Seit 2003 lerne ich kontinuierlich T´ai Chi Ch´uan bei der Familie Kobayashi aus München, die mir 2009 die Erlaubnis erteilten, selbst zu unterrichten.

 

T´ai Chi kennt traditionell keine Ausbildungen. Das klassische T´ai Chi Ch´uan setzt eine jahrzehntelange Auseinandersetzung und ein ebenso langes Üben einer Form voraus. Als taoistisches Übungssystem hat es deutliche Regeln in Bezug auf individuelle Freiheit, Nicht-Organisation, Nicht-Werten. Entsprechend wird eine Bestätigung von Entwicklungsstufen abgelehnt, es gibt keine Ernennung zum Meister oder Ähnlichem. Auch wenn dies in unserer leistungsorientierten zielgerichteten Welt schwer nachvollziehbar sein mag, sagt es doch Entscheidendes aus über den Geist, der hinter diesem Übungssystem steht. 

 

Ich unterrichte die Kurzform im klassischen Yang-Stil in der Tradition nach Cheng Man Ch´ing und Yang Cheng Fu. Neben dem Erlernen der korrekten Ausführung der Form mit Anleitungen zur Haltung und Bewegung beinhaltet der Unterricht stets auch Vorübungen zur geistigen Sammlung, zur Entspannung und zur Entwicklung der inneren Energie C´hi sowie einfache Partnerübungen.

Ulrike Blecken

Heilpraktikerin Osteopathin

in Bad Honnef


Sich  mit dem T´ai Chi Ch´uan zu befassen, bedeutet entspannen und loslassen zu lernen. Entspannt. Lasst alle Anspannung, alle Härte los. Seid sanft. Das Harte ist der Begleiter des Todes, das Sanfte der Begleiter des Lebens. Wo auch immer ihr Anspannung und Härte wahrnehmt - lasst sie los. Entspannt vollkommen. Das ist gemeint, wenn es heißt, man solle sich ernsthaft mit dem T´ai Chi Ch´uan befassen. (Cheng Man Ch´ing)